Tim Rose


Sieg und Hawaiiqualifikation beim Ironman Maastricht

Mit dem Sieg beim Ironman Maastricht am vergangenen Sonntag hat sich der Scherfeder Triathlet Tim Rose für die im Oktober stattfindende Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii qualifiziert. Nach 10:04h und 3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und 42,2km Laufen überquerte er als Erster der Altersklasse 18-24 die Ziellinie und sicherte sich so einen der begehrten Startplätze.

 

Auf Grund der warmen letzten Wochen betrug die Wassertemperatur der Maas 26 Grad, was zu einem Neoprenverbot in der Auftaktdisziplin führte. „Den Neo dürfen wir nur bis zu einer Wassertemperatur von 24,5 Grad tragen. Ist das Wasser wärmer müssen wir ohne schwimmen, da sonst die Gefahr der Überhitzung droht. Glücklicherweise war das schon länger bekannt, sodass ich mich mental schon einmal drauf vorbereiten konnte. Nichts desto trotz war es alles andere als optimal, da mir durch meinen gebrochenen Arm im Frühjahr drei Monate Schwimmtraining fehlen und sich das aktuell noch stark bemerkbar macht.“ So stieg Rose nach 1:14h aus dem Wasser und konnte seinen Angriff auf die Topplatzierten starten.

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Raceweek Ironman Maastricht

It's raceweek – Endlich!

Das Training ist abgeschlossen, ein Swimsuit für das mögliche Neoprenverbot habe ich mir schon besorgt und mein Rad wird aktuell vom Schrauber meines Vertrauens durchgecheckt. Ich bin dann eigentlich so weit und es kann losgehen!

 

Aber eins nach dem anderen, denn seit meinem letzten Blog nach der Mitteldistanz in Ingolstadt ist schließlich doch einiges passiert. Das Rennen war als Standortbestimung sehr aufschlussreich und hat die Schwachstellen, an denen ich die letzten sechs Wochen gearbeitet habe, aufgedeckt. Durch meine vier Wochen im Playitas im Frühjahr weiß ich welch einen Sprung die Form durch so einen Block machen kann und genau so ein Sprung war auch das Ziel für die finale Ironmanvorbereitung.

 

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Platz Sechs bei der Deutschen Meisterschaft

Am vergangenen Sonntag fanden in Ingolstadt die Deutschen Meisterschaften über die Mitteldistanz statt. Nach 1,9km Schwimmen, 86km Radfahren und 20km Laufen erreichte Tim Rose nach 4:21h als Sechster das Ziel und feierte damit einen gelungenen Einstieg in die Saison.

Das Rennen sollte dem Scherfeder als ersten Formtest dienen und gleichzeitig auch eine Belastungsprobe nach der Arm-OP darstellen. „Ich war froh, dass die Saison endlich losgeht und ich wieder bei einem Rennen an den Start gehen kann, denn dafür trainiere ich schließlich. Nach den schwierigen letzten Monaten mit dem gebrochenen Arm, der darauf folgenden OP und den Wadenproblemen in den vergangenen Wochen wollte ich endlich wissen, wie es aktuell um meine Form bestellt ist.“

Nach einer dreimonatigen Schwimmpause durch den Armbruch hat der Triathlet in den letzten acht Wochen einen lockeren Formaufbau betrieben um den Arm noch nicht zu viel zu belasten. Nach 33 Minuten stieg er aus dem Ingolstädter Baggersee und wechselte aufs Rad. „Mit meiner Schwimmzeit bin ich für den betriebenen Aufwand sehr zufrieden. Ich weiß jetzt, dass ich alles richtig gemacht habe und kann ab jetzt wieder voll in das normale Schwimmtraining einsteigen.“

In den letzten Monaten ist durch die Verletzungsprobleme das Radtraining in den Vordergrund gerückt und das diese harte Arbeit Früchte trägt, wollte Rose auf dem Rad beweisen. „Letzten Mittwoch habe ich noch eine Leistungsdiagnostik gemacht und die guten Radwerte, die sich dort ergeben haben, wollte ich natürlich auf die Straße bringen. Mit einem neuen Wattrekord von im Schnitt 273 Watt habe ich das geschafft und mit einer der schnellsten Radzeiten von 2:12h gezeigt, dass ich im Training einiges richtig gemacht habe.“ 

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Erfolgreiches Trainingslager im Playitas

Es war ein Moment der Unachtsamkeit und schon war die erste Hälfte des Jahres gelaufen. Im Januar Trainingslager auf Lanzarote stürzte der Scherfeder Triathlet mit dem Rad und brach sich dabei seinen linken Arm. Entgegen der ersten Diagnose, dass der Arm von alleine zusammenwächst, musste der Bruch Anfang April letztlich doch operiert werden. „Komischerweise habe ich den Bruch selber kaum bis gar nicht gespürt. Ich konnte zwar nicht Schwimmen aber mein Rad- und Lauftraining bis auf einige Ausnahmen weiter fortführen.“ Bereits zehn Tage nach der Operation ging es für ein vier-wöchiges Trainingslager nach Fuerteventura, um verpasste Trainingskilometer nachzuholen und so eine solide Basis für die anstehenden Rennen zu schaffen. „Am Ende der ersten Woche haben wir mir die Fäden gezogen und seitdem kann ich auch wieder schwimmen. Klar ist die Belastung nicht wirklich heilungsfördernd aber Leistungssport ist manchmal ein Spiel mit dem Feuer“, zeigt sich Rose seiner aktuellen Situation sehr bewusst.

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Wenn ein Moment die ganze Saison umschmeißt

Zum Trainingsauftakt im Oktober stand die Saisonplanung schon fest. Das große Ziel in diesem Jahr sollte der Ironman Lanzarote werden, bei dem ich mir dann die Qualifikation für den Ironman Hawaii holen wollte. Den Grundstein für eine gute Radform, die man bei dem Rennen auf jeden Fall braucht, sollte das zweiwöchige Januartrainingslager auf der Kanareninsel legen. Doch genau der erste richtige Trainingstag dort hat dafür gesorgt, dass ich meine ganze Saison umplanen muss und nicht beim IM Lanzarote starten werde.
Auf der ersten Radausfahrt hat mich leider eine Bodenwelle auf dem Aerolenker liegend ausgehebelt, ich bin bei Tempo 50-60 gestützt und habe mir einige Schürfwunden zugezogen und, wie sich jetzt fast fünf Wochen später rausgestellt hat, den linken Arm gebrochen. Das Training konnte ich dann in den restlichen zwölf Tagen fast durchgehend vergessen. Immerhin konnte ich noch einmal für 2,5h aufs Rad und zum legendären Mirador del Rio fahren, sowie die letzten drei Tage wieder die Laufschuhe schnüren.

 

Das Ganze hatte ich natürlich anders geplant aber jetzt muss ich das beste aus der aktuellen Situation machen. 

Fakt ist auf jeden Fall, dass für mich jetzt die Gesundheit und die vollständige Genesung an erster Stelle steht. Glücklicherweise darf ich in Rücksprache mit den Ärzten weiterhin Laufen und Radfahren. Bis ich den Arm wieder normal belasten kann und dann auch wieder Schwimmen kann wird es mindestens noch weitere fünf Wochen dauern. Und das ist dann auch der Grund, wieso ich nicht starten werde. 

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Der Coach redet Klartext Teil 1

Der Coach:

 

Ich bin Lukas, 28 Jahre alt und seit November letzten Jahres Tims Trainer. Ich habe Sportwissenschaften in Köln und Freiburg studiert und arbeite im Münchener Institut für STAPS. Neben meiner wissenschaftlichen Expertise bringe ich bei STAPS meine großen Laufsport-Erfahrungen mit ein. Meine aktuelle Marathon-Bestzeit steht bei 2:26:34h und in den Jahren 2014, 2015 und 2017 konnte ich jeweils den Freiburg Marathon gewinnen. Mittlerweile bin ich aber schwerpunktmäßig im Trailrunning aktiv, wo ich 2016 und 2017 die Zugspitz Trailrun Challenge gewonnen habe.

 

Das Training:

 

Seit Anfang Oktober feile ich wieder zusammen mit Tim an seiner Form für die kommende Saison. Die Leistungsdiagnostik, die er vor 6 Wochen bei uns im Institut absolviert hat, gab mir dabei Aufschluss über den „Status-Quo“ seiner physiologischen Baustellen nach der Saisonpause. Um an den richtigen Stellschrauben zu drehen, ist eine Diagnostik maßgebend für die weitere Trainingsgestaltung! Auffällig bei der Auswertung der Ergebnisse war besonders die hohe Laktatbildungsrate: Sowohl beim Laufen, als auch auf dem Rad. Die Laktatbildungsrate definiert die anaerobe Energiebereitstellung des Sportlers. Liegt diese sehr hoch bedeutet es, dass der Athlet sehr verschwenderisch mit seinem begrenzten Kohlenhydratspeicher umgeht: Ein zunehmend limitierender Faktor, je länger eine sportliche Belastung andauert. Mit der Zielsetzung im kommenden Jahr den Ironman Lanzarote als erstes wichtiges Rennen zu bestreiten, war die Stellschraube, an der jetzt gearbeitet werden musst, schnell gefunden.

 

Das Training inkludiert aktuell viele Einheiten unterhalb der anaeroben Schwelle, die in einer engen Verbindung mit Ernährungsvorgaben stehen. Das Ziel ist es, effizienter mit dem vorhandenen KH-Speicher umzugehen und im Gegenzug mehr Energie bei höherer Leistung aus den Fetten bereitstellen zu können.  Eine KH-arme Ernährung VOR einem Training ist somit ein wichtiger Bestandteil des aktuellen Plans. Auf dem Rad wird durch Intervalle im G2-Bereich mit niedriger Trittfrequenz und im K3-Bereich der Reiz zur Verbesserung der Bildungsrate noch zusätzlich getriggert.

 

Bei der Betrachtung der Ergebnisse fiel neben der hohen Laktatbildungsrate außerdem noch eine Laufökonomie mit Verbesserungspotential auf. Da für Januar und April bereits zwei Trainingslager auf Lanzarote geplant sind und der Schwerpunkt dort auf dem Radfahren liegen wird, haben wir uns dazu entschlossen den Fokus in der Phase bis zum Ende des Jahres vermehrt auf das Laufen zu legen. Fünf Einheiten in den Laufschuhen stehen in den aktuellen Wochen auf dem Plan. Das Training beinhaltet neben den ersten langen Einheiten von bis zu 2h auch viele kürzer, aber nicht weniger effiziente Trainingsreize. Hier arbeiten wir vermehrt mit Steigerungsläufen, Tempowechseln, plyometrischen Reizen und ersten kurzen Intervallen.

 

Die Abwechslung der Trainingsreize, basierend auf den richtigen Intensitätsbereichen und immer in Abstimmung mit der optimalen Ernährung vor und nach einer Belastung ist der Schlüssel zum Erfolg und wird Tim eine gute Grundlage für die kommende Saison bescheren.

Ironman Hamburg - Wenn es irgendwann nur noch um das "wie" geht

 Nach 9:50h und 226 sehr harten Kilometern konnte sich der Scherfeder Triathlet als Zweiter der Altersklasse 18-24 auf dem Hamburger Rathausmarkt feiern lassen. Damit hat er die Qualifikation für den Ironman Hawaii zwar knapp verpasst aber der 20-jährige war nach seinem Zieleinlauf einfach froh das Rennen überhaupt ins Ziel gebracht zu haben.

 

Der längste Tag des Jahres begann für Rose mit dem 3,8km langen Schwimmen in der Hamburger Alster. „Das Schwimmen lief super. Ich habe mich sehr gut gefühlt und schnell einen guten Rhythmus gefunden. So konnte ich einige Körner sparen und nach 63 Minuten aus dem Wasser steigen.“ Danach galt es 182 Radkilometer durch den Süden von Hamburg zu absolvieren. Dort hatten die Athleten mit viel Wind und den nasskalten Temperaturen zu kämpfen. Auch wenn Hamburg als flach gilt, hatte die Radstrecke mehr als 1000 Höhenmetern und hat den Athleten alles abverlangt.

 

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Optimal vorbereitet für den Ironman Hamburg

Am kommenden Sonntag startet der Scherfeder Triathlet Tim Rose beim Ironman Hamburg. Bei der Erstausgabe des Rennens in der Hansestadt gilt es die Distanzen von 3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und 42,2km Laufen zu bewältigen.

 

Die Vorbereitung auf seinen Saisonhöhepunkt begann bereits im November des vergangenen Jahres. Seitdem hat Rose mehr als 10.000 Kilometer im Wasser, auf dem Rad und in den Laufschuhen absolviert. Wenn am Sonntag Morgen um 6:55 Uhr der Startschuss fällt, dann springt der Nachwuchsathlet top vorbereitet in die Alster.

„Das Training in den letzten Wochen lief wirklich optimal. Ich konnte die Vorgaben meines Trainers optimal umsetzten und bin bereit ein gutes Rennen abzuliefern.“

Selbstvertrauen hatte sich der Sportmanagement-Student vor allem durch seine gute Leistung beim Ostseeman geholt. „Dort hat sich meine gute Form schon angedeutet. Es ist immer etwas anderes seine Trainingsleistungen im Rennen umzusetzen. Das hat an der Ostsee super funktioniert und das war für den Kopf sehr wichtig. Dadurch konnte ich mit viel Rückenwind in die finale Vorbereitung für Hamburg gehen.“

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Wenn es einfach läuft - Ostseeman 113

Mit dem Ostseeman 113 in Damp stand am Sonntag der letzte richtige Härtetest vor dem Ironman Hamburg in 5 Wochen an. Ziel war es meine wirklich sehr guten Trainingsleistungen und -werte im Rennen zu bestätigen und mir so eine gehörige Portion Selbstvertrauen für die letzten Wochen der Vorbereitung zu holen. Außerdem wollte ich mir auch selbst beweisen, dass ich deutlich mehr kann, als ich es in Samorin gezeigt habe.

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Ein hart erkämpfter 6. Platz bei der Challenge-WM

Im letzten Jahr habe ich lange um die Qualifikation gekämpft, um sie mir dann mit dem drittem Platz bei der Challenge Almere und dem zweiten Platz bei der Challenge Paguera direkt doppelt zu sichern. Damit stand zum Ende der Saison 2016 das erste Highlight der Saison 2017 fest. Die Vorbereitung über den Winter und dann auch im Trainingslager auf Mallorca liefen optimal. Leider haben mir dann kleinere Verletzungen und Wehwehchen den ein oder anderen Stein in den Weg gelegt. Alles in allem war ich aber gut vorbereitet und überzeugt, dass ich eine gute Platzierung erreichen kann.

Angereist bin ich mit meinen Eltern schon am Dienstag vor dem Rennen. So hatte ich genug Zeit für die letzten kurzen Einheiten und um mich optimal vorzubereiten.

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