Tim Rose


Blog bei Trailrunning24.com

In diesem besonderen Jahr kam mir immer wieder die Aussage eines Bekannten in den Sinn. „Es geht nicht um Ergebnisse im Leben, sondern um das Erlebte.“ Das atemberaubendste sportlichste Erlebnis hatte ich zweifelsohne im September beim Torlauf Dachstein, meinem ersten hochalpinen Trailmarathon durch das Dachsteingebirge – strahlend blauer Himmel, anspruchsvolle Trails und wunderschöne Ausblicke über die Alpen – von diesen Erlebnissen möchte ich in Zukunft mehr haben!

Eigentlich bin ich ja Triathlet. 2018 war ich jüngster deutscher Starter beim Ironman Hawaii und im vergangenen Jahr bin ich beim Ostseeman in 9:13h gesamt Fünfter geworden. Triathlontraining ist abwechslungsreich, macht mir wahnsinnig viel Spaß und meine guten Rennresultate sind auch immer die Belohnung für das harte Training. Aber Triathlon allein erfüllt mich mittlerweile nicht mehr genug mit Freude. Erlebnisse sind mir wichtiger geworden als Ergebnisse. Auch wenn es mir als Leistungssportler natürlich trotzdem immer auch um Zeiten geht 😉. Wenn ich wählen kann, bevorzuge ich mittlerweile aber beispielsweise das Naturerlebnis des Torlaufs Dachstein gegenüber dem dritten Platz in meiner Altersklasse beim Ironman Cozumel.

Ergebnisse sind eben nicht alles im Leben.

In den letzten Jahren habe ich mein Winterlauftraining oft auf die Trails verlegt. Ich habe meine Heimat neu erkundet und kennengelernt, die Natur genossen und mit meinen Laufkollegen viele lässige Stunden verbracht – und Erlebnisse gesammelt.

2021 möchte ich mehr atemberaubende Erlebnisse sammeln und deswegen werde ich mehr Trailrennen laufen. Natürlich aber auch mit dem Anspruch, das für mich beste Resultat zu erzielen. Auf diesen Weg möchte ich euch in den kommenden Wochen und Monaten mitnehmen.

 

Link zum Blog: https://trailrunning24.com/vom-triathlet-zum-trailrunner/?fbclid=IwAR1q66KEEV5YvL2dqryRT2SLYjTY7frZuP2LD6rA1O8iTZTunmlxexxRFrg

2:39h Solo-Marathon

„Wenn schon keine offiziellen Wettkämpfe stattfinden, dann laufe ich eben meinen eigenen Wettkampf“, so das Motto von Tim Rose. Als im September auch die letzten offiziellen Wettkämpfe für dieses Jahr abgesagt wurden brauchte Rose ein neues Ziel. „Ich liebe es mir neue Ziele und Herausforderungen zu setzen, dafür brauche ich keine Wettkämpfe. Ich gegen mich selber, das ist doch cool!“

So hat der Scherfeder seit September auf das Lauftraining gelegt und seine Laufform über konstante Wochenumfänge zwischen 85 und 95 Kilometern immer weiter verbessert. „Rein vom Umfang her sind das nur sechs bis sieben Stunden Lauftraining pro Woche aber bei drei Qualitätseinheiten in Form von Intervallen ist dies aktuell die perfekte Kombination aus hoher Qualität der Trainingseinheiten und Regeneration.“

 

Am 24. Oktober lief der Triathlet die 10000m bei einem Einladungswettkampf in Gütersloh in 33:46min. Eine perfekte Ausgangsposition an Grundschnelligkeit, auf die in den folgenden Wochen die spezifischen Marathoneinheiten folgten. „Durch meinen ersten Vollzeitjob musste ich meinen ganzen Tagesrhythmus erst einmal anpassen. So laufe ich jetzt meist morgens oder abends mit Stirnlampe, manchmal auch eine Stunde in der Mittagspause.“ 

 

 

Roses Marathonbestzeit stand bis Samstag bei 2:46 aus dem Frühjahr 2019. Diese galt es auf dem 5,8km langen Rundkurs zwischen Germete und Wormelner Steg zu unterbieten. „Wenn alles optimal laufen würde, dann könnte ich eine Zeit von 2:38h erreichen. Das ist im Alleingang aber natürlich schon sehr hart.“ Für diese Zeit musste er jeden Kilometer um die 3:45min laufen. 

 

Der Start für den Marathonlauf erfolgte am Samstag Mittag unter Beobachtung der Highland Rinder. Freundin Melanie fungierte als mobile Verpflegungs- und Musikstation auf dem Fahrrad. Den ersten Halbmarathon lief der Ausdauersportler in etwas über 1:18h und war damit voll im Rennplan. „Es rollte super und glücklicherweise hat Basti sich für die zweite Hälfte als Mitläufer und Tempomacher an meine Seite gesellt.“ Diese Begleitung von Laufkollege Bastian Mrochen aus Liebenau war sehr wichtig, denn ab Kilometer 30 wurden die Beine langsam schwer. „Mein längster Vorbereitungslauf war 31 Kilometer lang. Der war zwar schneller als mein angepeiltes Renntempo, jedoch eben auch 40 Minuten kürzer.“ So gab es für den Scherfeder nur noch ein Motto. „Zähne zusammenbeißen, an Basti dranbleiben und hoffen, dass das Koffein des Energydrinks anpackt.“ Zwar lief Rose jeden der letzten 12 Kilometer nur noch um die vier Minuten schnell, aber durch die schnelle erste Laufhälfte reichte es locker, um das selbst gesteckte Ziel von unter 2:40h zu erreichen. Nach 2:39:19h bimmelte die Laufuhr am Ortseingang zur Marathondistanz und der junge Sportler konnte endlich ausgepowert und wackelig auf den Beinen stehen bleiben und sich sehr zufrieden hinsetzen. „Das hat richtig Spaß gemacht! Ich liebe es mich selbst zu pushen und auch weiter am Drücker zu bleiben, wenn es hart wird. Ich freue mich schon auf neue Herausforderungen und neue Ziele.“

 

Text: Pressemeldung

Erstes Trainingslager des Jahres auf Mallorca

Spontane Ideen sind ja oft die besten und so war es auch bei meinem spontanen Camp auf Mallorca. Samstags die Wetteraussichten gecheckt und darauf hin eine Pauschalreise mit Abflug am Montag für 10 Tage gebucht. 

 

Nach dem Trainingsstart im Januar lag der Schwerpunkt auf dem Laufen und so bin ich nur wenig Rad gefahren (2-3x die Woche auf der Rolle bis max. 90min). Dementsprechend war mein Rad-Fitnesslevel nicht sonderlich hoch und das Camp die perfekte Möglichkeit, um Grundlagenkilometer zu sammeln, auf die ich jetzt in den folgenden Wochen mit Intensitäten aufbauen kann.

 

Das letzte Mal war ich 2017 auf Mallorca, damals in Paguera. Dieses Mal hatte ich mein Hotel in Arenal, was ein super Ausgangspunkt war, um flach in den Norden oder Osten der Insel zu fahren oder um über Palma Richtung Küstenstraße in den Westen zu fahren. Die Wetteraussichten haben sich bestätigt und so wurde ich mit blauem Himmel und Sonne satt verwöhnt. 

 

So kamen in den acht Trainingstagen 10km im Pool, 1015km auf dem Rad und 50km in den Laufschuhen zusammen; Der Fokus lag voll und ganz auf den langen Radeinheiten.

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Platz drei zum Saisonende

Beim Ironman Cozumel in Mexiko ist der Scherfeder Triathlet Tim Rose am vergangenen Sonntag Dritter in seiner Altersklasse geworden.

 

Das Rennen startete mit dem 3,8km langen Schwimmen im Atlantik entlang der Küste von Cozumel. „Da die Schwimmstrecke ein Punkt-zu-Punkt-Kurs war und mit der Strömung verläuft, war von Anfang an klar, dass es ein schnelles Schwimmen werden wird. Am Rennmorgen kam dann mit dem Sonnenaufgang allerdings auch ein starker Wellengang auf, der die Orientierung sehr schwer gemacht hat. Ich musste teilweise sechsmal hintereinander in Schwimmrichtung atmen, um die Bojen sehen zu können“, beschreibt Rose die Auftaktdisziplin, die er nach 55min in neuer persönlicher Bestzeit absolvierte.

 

In seiner Paradedisziplin, dem Radfahren, wollte der Triathlet seine Stärke ausspielen und sich so in eine gute Ausgangsposition für den Marathon bringen. „Nachdem ich die erste von drei Radrunden durchgehend alleine absolvieren musste, bin ich Anfang der zweiten Runde auf Simon Müller, den späteren Sieger meiner Altersklasse aufgefahren, und wir konnten uns die Führungsarbeit immer wieder aufteilen. Zwar bin ich den Großteil weiterhin von vorne gefahren, aber ich hatte nicht die besten Radbeine und so war es immer wieder angenehm, die Tempoarbeit auch kurzfristig mal abgeben zu können.“ Für die 180km lange Radstrecke benötigte Rose 4:38h, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 39km/h entspricht und gleichzeitig eine weitere neue Bestzeit darstellt.

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Saisonfinale beim Ironman Cozumel

Der Scherfeder Triathlet Tim Rose startet am kommenden Sonntag beim Ironman Cozumel in Mexiko. Das Rennen auf der Karibikinsel, 20km vor Cancun gelegen, ist nach dem Ostseeman im August der zweite Saisonhöhepunkt für den Ausdauersportler und gleichzeitig das finale einer langen Saison.

 

Platz zwei beim Marathon in Marburg (2:46h), der Altersklassen-Sieg bei der Challenge Walchsee über die halbe Ironman-Distanz, sowie Gesamtplatz fünf mit neuer persönlicher Bestzeit (9:13h) beim Ostseeman über die Triathlon-Langdistanz. Diese Saison war für Rose bereits äußerst erfolgreich. Am Sonntag möchte er an die starken Leistungen der vergangenen Rennen anknüpfen und beim Ironman Cozumel vorne mitmischen.

 

Das Rennen auf der mexikanischen Karibikinsel über die klassische Langdistanz von 3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und 42,2km Laufen ist besonders auf Grund des Klimas eine echte Herausforderung. Temperaturen von bis zu 35 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit von teilweise 80 Prozent machen es den Athleten härter, als es die Distanz ohne hin schon ist. Um mit diesen Bedingungen bestmöglich umgehen zu können, ist der 22-Jährige bereits seit dem siebten November vor Ort und absolviert die letzten Einheiten auf den Wettkampfstrecken. „In den ersten zehn Tagen hat mir das Klima ziemlich zu schaffen gemacht. Beim Laufen war der Puls bei gleicher Geschwindigkeit bis zu 25 Schläge höher als es zu Hause in Deutschland der Fall ist und daher musste ich die Intensitäten und Umfänge stark anpassen. Seit dem letzten Wochenende haben sich die Werte aber normalisiert und ich bin fast auf dem Niveau von zu Hause angekommen“, beschreibt Rose die fordernden klimatischen Bedingungen.

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Platz fünf beim Ostseeman

Der Scherfeder Triathlet Tim Rose startete am Sonntag mit über 300 anderen Einzelathleten beim Ostseeman in Glücksburg über die Langdistanz von 3,8km Schwimmen, 180km Radfahren, sowie 42,2km Laufen und konnte sich in einem fast perfekten Rennen nach 9:13h den fünften Platz in der Gesamtwertung erkämpfen.

 

Das Rennen startete mit einem Massenstart am Strand von Glücksburg und es mussten zwei Runden entlang der Promenade geschwommen werden. „Die erste Runde lief super und ich habe mich in den Wasserschatten eines anderen Athletens hängen können. Auf der zweiten Runde wurde es dann deutlich windiger und welliger, was das Schwimmen deutlich fordernder machte. Hinzu kam, dass wir die langsamen Schwimmer der Mitteldistanz überrunden mussten, welche um 7:20 Uhr gestartet waren“, beschreibt Rose die Auftaktdisziplin in einen langen Tag. 

 

Nach 1:05h ging es dann für den Teilnehmer der Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii des vergangenen Jahres auf die 180km lange Radstrecke, die in sechs Runden rund um Glücksburg absolviert werden mussten. „Ich habe mich von Anfang an richtig gut gefühlt und nachdem ich die erste Runde in 45min absolviert hatte, wusste ich, dass es ein sehr schnelles Radfahren werden würde. Von Runde zu Runde wurde es allerdings etwas windiger, was mir vor allem auf den letzten 60 Kilometern etwas zugesetzt hat. Nichts desto trotz konnte ich meine angestrebten 230 Watt Durchschnittsleistung ziemlich konstant durchfahren“. Die Radzeit von 4:41h war die drittschnellste. Lediglich der spätere Sieger Till Schramm, sowie zweitplatzierte Christian Altstadt - beides Profiathleten - waren sieben Minuten schneller auf dem Rad.

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Auf Bestzeit-Jagd an der Ostsee

Der Scherfeder Triathlet Tim Rose startet am kommenden Sonntag beim Ostseeman in Glücksburg. Das Rennen über die Triathlon Langdistanz von 3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und 42,2km Laufen ist der erste Saisonhöhepunkt, bei dem Rose seine persönliche Bestzeit deutlich verbessern möchte.

 

Wenn am Sonntag morgen um 7 Uhr an der Seebrücke von Glücksburg der Startschuss für den 18. Ostseeman fällt, ist unter den 335 Langdistanzstartern auch der 22-Jährge Tim Rose. Für ihn ist es bereits der dritte Start in Glücksburg, nachdem er in den Jahren 2014 und 2015 als Radfahrer in einer Staffel gestartet ist. „Bei meinen beiden Staffelstarts habe ich das Event schätzen gelernt. Die Einwohner des Landkreises sind mit viel Engagement als Zuschauer an der Strecke dabei und das ganze Event ist super organisiert. Das Rennen selber mit dem Schwimmen in der Ostsee, den sechs hügeligen Radrunden rund um Glücksburg und den fünf Laufrunden, die teilweise an der Strandpromenade herführt, ist vom Profil her anfordernd, hat aber landschaftlich einiges zu bieten“, beschreibt der Ausdauersportler den Rennkurs.

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Mit Lockerheit zu neuen Höhen?

Mit dem Langdistanz beim Ostseeman in Glücksburg steht am kommenden Sonntag der Höhepunkt der ersten Saisonhälfte an. Nachdem ich in den Jahren 2014 und 2015 den 180km langen Radpart in einer Staffel übernommen habe, gehe ich Sonntag als Einzelstarter an den Start.

In beiden Jahren konnte ich sehr gute Radleistungen (4:52h/4:50h) erzielen und die Stimmung, sowie das Flair rund um das Event, hat mich fasziniert. Von daher war es ein leichtes mich Anfang des Jahres für das Rennen anzumelden.

Natürlich ist die Strecke durch das Schwimmen in der Ostsee, die verwinkelte, hügelige Radstrecke und die ebenfalls nicht flache Laufstrecke nicht so schnell wie die in Roth, Frankfurt oder Hamburg, aber es gab ein paar Faktoren, wieso ich mich eben genau für den Ostseeman entschieden habe.

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Sieg bei der Challenge Walchsee

Über die Mitteldistanz von 1,9km Schwimmen, 90km Radfahren und 21km Laufen konnte sich der Scherfeder Triathlet Tim Rose nach 4:33h den Sieg in seiner Altersklasse erkämpfen.

 

Mit Blick auf die Wettervorhersage für den Renntag waren zwei Sachen schnell klar. Zum einen, dass es eine echte Hitzeschlacht werden sollte und zum anderen, dass das Schwimmen auf Grund der hohen Wassertemperatur ohne Neoprenanzug stattfinden würde.

 

Das Rennen startete im malerisch gelegenen Walchsee mit dem 1,9 Kilometer langen Schwimmen. Auf Grund der hohen Wassertemperatur von über 25 Grad, war in der Auftaktdisziplin kein Neoprenanzug erlaubt. „Ich hatte mir in den beiden Wochen vor dem Rennen schon gedacht, dass es Neoprenverbot geben könnte und bin deswegen ein paar Mail im Twistesee ohne Neo geschwommen. Das ist mir auf jeden Fall zu Gute gekommen und ich konnte eine für mich sehr gute Schwimmleistung abrufen. Ein ganz neues Gefühl war es, eine große Gruppe anzuführen“, beschreibt der Ausdauersportler seinen sehr guten Start in das Rennen.

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Platz fünf bei der Challenge-WM

Bei der Weltmeisterschaft der Challenge Family über die halbe Ironman-Distanz von 1,9km Schwimmen, 90km Radfahren und 21km Laufen konnte sich der Scherfeder Triathlet Tim Rose nach 4:24h den fünften Platz in der Altersklasse 18-24 erkämpfen.

 

Nachdem das Wetter in der Rennwoche im slowakischen Samorin sehr kalt und regnerisch war, stand die Auftaktdisziplin in der Donau lange auf der Kippe. Hochwasser, sehr kaltes Wasser und eine starke Strömung ließen bis zum Rennwochenende kein Schwimmen zu. Doch passend zum Wettkampf verbesserten sich die Bedingungen und das Schwimmen konnte wie geplant stattfinden.

 

„14 Grad Wassertemperatur und eine starke Gegenströmung auf den ersten 900 Metern hin zum Wendepunkt haben das Schwimmen sehr anspruchsvoll gemacht. Einige der schlechten Schwimmer mussten das Rennen sogar aufgeben, weil sie gegen die Strömung nicht ankamen. Da vor meinem Start schon die Profis und andere Altersklassen gestartet sind, konnte ich beobachten, dass die Schwimmer am Rand deutlich schneller waren als die, die weiter mittig im Fluss geschwommen sind und so bin ich dann auch bewusst nah am Rand geschwommen. Das hatte zwar zur Folge, dass ich einige Extrameter machen musste, dafür aber einigermaßen problemlos nach 34min aus dem Wasser gekommen bin,“ beschreibt Rose den anspruchsvollen Rennstart.

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